Du bekommst eine großartige Bewertung. Herz, Sterne, nette Worte – ein echtes Lob.
Und dann…?
Was machst du damit?
Posten? Weiterleiten? Screenshot auf Social Media? Oder gar nichts?
Viele Selbstständige und Unternehmer:innen tun genau das: nichts.
Andere wiederum teilen positive Rückmeldungen – aber so, dass es gewollt oder werblich wirkt.
Dabei steckt in echter Anerkennung unglaublich viel Potenzial – für Vertrauen, Wirkung und Reputation.
Warum positive Bewertungen mehr sind als ein nettes Feedback
Sie sind:
- Vertrauensbeweis – Menschen orientieren sich an der Meinung anderer
- Wirkungsspiegel – du erfährst, was wirklich bei Kund:Innen ankommt
- Beziehungsanker -eine echte Bewertung zeigt: Da war Verbindung
- Lob von Kund:Innen sagt mehr als jede Selbstdarstellung.
Doch all das funktioniert nur, wenn du sie richtig einsetzt.
Die häufigsten Fehler im Umgang mit Lob
- Ignorieren – aus Bescheidenheit oder Unsicherheit
- Copy-Paste ohne Context – „Schaut mal, was XY geschrieben hat“
- Automatisiertes Hochladen auf Social Media – ohne Emotion, ohne Hintergrund
- Zu viel Pathos oder Eigenlob – was schnell unglaubwürdig wirkt
✅ So nutzt du Bewertungen klug und authentisch
1. Bedanke dich – persönlich und öffentlich (wenn passend)
„Danke, dass du dir die Zeit genommen hast – das bedeutet mir viel.“
Du musst nicht jedes Lob feiern und je nach Adressaten darf die Formulierung angepasst werden. Es muss zu deinem Stil und zu deinem Adressaten passen. Merke dir: Echten Dank merkt man.
2. Kontext ist King
Warum war diese Zusammenarbeit besonders?
Was genau hat dich selbst berührt und Herausgefordert?
Das macht dein Lob nicht nur glaubwürdig – sondern menschlich.
3. Nutze Zitate gezielt als Wirkungsverstärker
→ z. B. als Kachel auf deiner Website oder als Highlight im Blog
„Ich habe mich selten so gut betreut gefühlt – ehrlich, kompetent, zugewandt.“
Kundin A., Selbständige in Köln
👉 Wichtig: Erlaube dir, diese Stimme zu zeigen. Nicht zum Angeben – sondern zum Verbinden.
4. Baue einen Bereich „Das sagen Kund:Innen“ auf deiner eigenen Webseite
Am besten dezent – z.B. im Footer, auf der „Über-mich-Seite oder als eigene Seite.
📌 Mit Namen, Funktion oder Branche (wenn freigegeben).
📌 Mit Fokus auf Wirkung, nicht auf Superlative.
5. Mach Inhalte draus
Aus deiner Bewertung kannst du z.B. machen:
- Einen Mini-Blog: „Warum mir dieses Feedback besonders viel bedeutet“
- Einen Instagram-Post mit einem Satz daraus
- Ein Thema für deinen Newsletter: „Was ich aus dieser Zusammenarbeit mitgenommen habe“
⚖️ Achte auf Rechtliches und Wirkung
- Immer fragen, wenn Name oder Zitat öffentlich verwendet werden
- Screenshots? Nur mit Freigabe – oder anonymisiert
- Für Fortgeschrittene mit etwas mehr technischem know-how: Plattform-Widgets (z. B. ProvenExpert, Google Reviews): besser eingebettet als kopiert
✨ Fazit: Lass dein Lob für sich – und für dich – sprechen
Positive Bewertungen sind keine Werbung – sie sind Resonanz.
Sie zeigen, wo du Wirkung erzielst.
Sie sind authentische Beziehungssignale – und genaue deshalb so wertvoll für deine Reputation.
Also: Nutze sie. Mit Gefühl. Mit Haltung. Mit Sinn.
📣 Neugierig, wie du deine Kund:innen aktiv zu Feedback ermutigst?
Im nächsten Beitrag zeige ich dir, wie du den richtigen Moment findest – und sie fragst, ohne aufdringlich zu wirken.

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